Mrz 05

Welchen Auftrag hat diese Drogenbeauftragte … ?

geschrieben von Juwie

udopea blog 0503 Welchen Auftrag hat diese Drogenbeauftragte ... ?Trotz deutlichem Westerwelle-Rosa im Layout ist man im Blog der Grünen Jugend nicht gut auf die FDP und seine Mitglieder zu sprechen.
Eine sehr treffend und gut formulierte Zusammenfassung der bisherigen Dienstzeit der Bundesdrogenregierungsbeaufundabtragten Gemächthild Dyckmans (FDP) hat Max in diesem Blog verfasst.
Der Eintrag ist absolut lesenswert, deshalb zitiere ich ihn hier einfach komplett, damit ich ihn nicht ruiniere.

Bereit? Los geht’s:

100 Tage Drogenbeauftragte Dyckmans – 100 Tage Stillstand & Lobbyismus

Am 19. November 2009 ernannte Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Roesler die Abgeordnete Mechthild Dyckmans (beide FDP) zur Drogenbeauftragten. Viele dachten nach der Moralapostelin der Nation, Sabine Bätzing, kann es nur noch besser werden ebenso bestand die Hoffnung innerhalb der FDP könnte sich eine Liberale finden, der Eigenverantwortung und Wahlversprechen zu Cannabis als Medizin wichtig sind. Nun sind 100 Tage vergangen und… ja, was eigentlich? Nicht viel wäre noch euphemistisch.

Einzig im Bereich Alkoholpolitik war Dyckmans zu hören, mit dem FDP üblichen wirtschaftliberalen Mantra: Selbstverpflichtung des Handels, keine verschärften Gesetze – verkündet wird so was im besten Mövenpickstil auf einer Pressekonferenz des Bundesverbandes der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure (BSI). Nachdem Dyckmans bei der Abstimmung um die Diamorphinabgabe in der letzten Legislaturperiode eine der beiden zwei FDP Bundestagsabgeordnete war, die nicht dafür stimmte, besuchte sie nun einmal brav Frankfurt und nickte die bestehende Regierungspolitik ab… Man kann über ihre Vorgängerin Bätzing ja sagen was man will, aber hier war selbst die SPDlerin progressiver und engagierter.

Abgeordnetenwatch is watching Dyckmans
Beim Onlineportal Abgeordnetenwatch wurden Dyckmans zahlreiche Fragen gestellt und ihr Gelegenheit gegeben ihre realtiätverzerrten Ansichten zu verbreiten: Bei Fragen zu einer möglichen Cannabislegalisierung unterstellt sie den Fragestellerinnen pauschal sie würden die Droge verharmlosen: “[...] und Sie darüber informiert, dass die oft behauptete völlige Unbedenklichkeit des Cannabiskonsums nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.” Eine Kriminalisierung von Kiffern sei auch kaum vorhanden, denn “der weitaus größte Teil der Verfahren gegen Cannabiskonsumenten wird entsprechend dieser Vorschrift eingestellt, wenn die genannten Voraussetzungen zutreffen.” Führerscheinentzug bei Cannabiskonsumentinnen? Da gibt’s doch schon Urteile dagegen.. Ja, aber die werden nicht umgesetzt, Frau Juristin!

Ferner kämpft sie wacker für “wirkungsvolle und qualitätsgesicherte [Cannabis-]Arzneimittel [...], die nicht die ”’unerwünschte Rauschwirkung”’ hervorrufen”, natürlich von der Pharmaindustrie und nicht aus dem eigenen Garten, den “vor einem Selbstanbau von Cannabis zur Selbsttherapie kann ich nur warnen. Wer Cannabis selbst anbaut, setzt sich dem Risiko einer Strafverfolgung aus.”. Der Cannabisrausch ist für sie etwas gar Gruseliges, denn “eine Cannabisintoxikation führt nach anfänglicher Euphorie zu Müdigkeit, motorischen Störungen, beeinträchtigt Konzentration, Reaktionszeit und Gedächtnis, Wahrnehmungsstörungen, Gleichgültigkeit, Panikreaktionen, manchmal auch zu psychotischen Reaktionen, Verwirrtheit, Gedächtnisverlust und Halluzinationen.” Die Millionen Kiffer Deutschlands sind also in Wirklichkeit panikattackengeplagte Zombies, von Euphorie keine Spur… bei mir auch nicht, aber nur im Bezug auf die Drogenbeauftragte.

Zu den hohen Kosten einer Behandlung mit natürlichem Cannabis aus der Apotheke erklärt die Parteikollegin Westerwelles lapidar: “Da Cannabinoide in Deutschland nicht als Medikament zugelassen sind, besteht grundsätzlich auch keine Verpflichtung der Krankenkassen, für die Behandlungskosten mit Cannabinoiden aufzukommen. Wenn Sie sich die Behandlungskosten nicht leisten können, haben Sie leider nur die Möglichkeit, mit Ihrem behandelnden Arzt zusammen nach Therapiealternativen mit zugelassenen Medikamenten zu suchen.” – So sieht die Umsetzung des Wahlversprechens “Außerdem setzen sich die Liberalen dafür ein, Cannabis in der medizinischen Verwendung zur Schmerzlinderung zuzulassen.” in der Realität aus!

Diagnose: Merkbefreit
Merkbefreit immer heiter weiter, heißt die Devise, egal ob da Professoren vom Schildower Kreis, einem Netzwerk von Experten aus Wissenschaft und Praxis im Bereich Drogen, erklären dass es “notwendig ist, Schaden und Nutzen der Drogenpolitik ideologiefrei wissenschaftlich zu überprüfen.” oder ein Polizeipräsident die Entkriminalisierung von Cannabiskonsumenten fordert – von den zahlreichen Ereignissen im Ausland einmal ganz abgesehen. In der Schweiz hat die Politik keine Lust mehr auf Strafverfolgung von Kifferinnen, die tschechische Regierung entkriminalisiert den Besitz von zahlreichen Drogen sowie den Anbau von Cannabis und Zauberpilzen und wird als die neuen Niederlande gefeiert, in den USA befürwortet eine Mehrheit der Amerikaner die Legalisierung von Cannabis, in Seattle lässt ein neu gewählter Staatsanwalt die Verfolgung von Cannabisbesitzern ganz sein, in Kalifornien stimmt der Parlamentsausschuss für öffentliche Sicherheit gar dem Antrag AB390 zu, der vorsieht Cannabis für Erwachsene zu legalisieren und zu besteuern.

Während Deutschland in anderen Bereichen den Anspruch hat in der internationalen Politik global mitzuwirken, ist im Bereich internationale Drogenpolitik ebenfalls nichts zu hören. In Mexiko tobt einer brutaler Drogenkrieg, die Opiumfrage bleibt trotz ihrer enormen Bedeutung für Afghanistan unbeantwortet und die europäische & globale Reformstimmung, die echte Änderungen in der Drogenpolitik – und sei es nur Entkriminaliserung & Harm Reduction weltweit – möglich machen könnte, zieht an der deutschen Regierung vorbei.

Der Status Quo = Verfolgung & Leid & Tod
Das wäre ja alles nicht so schlimm, würden nicht Menschen wegen der Untätigkeit der Drogenbeauftragten leiden, schwerste Verletzungen erledigen oder gar sterben. Stichwort Gestrecktes Cannabis “In einigen Regionen gibt es kaum noch sauberes Marihuana. Millionen Deutsche rauchen Kunststoff, Zucker und Schlimmeres”. schreibt der Deutsche Hanfverband, oder Cannabis als Medizin: “Die generelle Situation ist aber weiterhin dramatisch, so Dr. Franjo Grotenhermen, Vorsitzender der “Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin” (ACM). Ferner geht die Kriminalisierung von Ärzten, die Methadon abgegeben, weiter und der Erfolg der Heroinabgabe wird noch immer durch restriktive Regelungen gehemmt, die Suchtprävention und Drogenarbeit wird bundesweit kaputt gespart und beim Thema problematischer Alkoholkonsum ist auch nichts substanziell neues zu hören. ”
(Link)


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Mrz 02

Legalisierung for ever!!

geschrieben von Juwie

udoepa blog 0203 Legalisierung for ever!!Ein Poet, dem man gerne zuhört, ein Denker und Philosoph, dessen Worte einem einen wohligen Schauer durch die Gliedmaßen jagen, ein Sänger, in dessen Refrain man inbrünstig einstimmt,
ein sanfter Kämpfer, dessen Melodien einen tief innen bewegen und man nebenbei auch noch ganz wuschig aufs andere Geschlecht wird: Mister Cohen.
Ich spreche von Herrn Cohen. Ach, was für ein kraftvoller Kämpfer für bessere Zeiten.
Aber nicht, dass wir uns da falsch verstehen, ich meinte nicht den Herrn Cohen, der im Celsea Hotel in New York drei bis elf Schmuse-Mädels-Rumkriege-Lieder geschrieben hat, den Leonard Cohen, nein, ich spreche von Job Cohen aus Amsterdam. Seine Worte sind pure Musik, seine Ideen und Texte geben vielen Menschen Auftrieb und Halt. Trotzdem ist Job Cohen kein Komposter oder Pöt, sondern Bürgermeister.
Ich hatte am 15. Dezember 2008 schon einmal von ihm berichtet. Zu der Zeit wollte er dem liberalen, kultigen Amsterdam ein neues, saubereres und vermeintlich besseres Image verpassen, indem die Altstadt mal von Kriminalität und Prostitution und dem ganzen Sumpf befreit werde. Man sollte auf seinem Arbeitsplatz und bei seiner Schwiegermutter ohne rot zu werden zugeben können, dass man nach Amsterdam fährt – und NIEMAND sollte sich etwas Anrüchiges dabei denken können. Harte und weiche Drogen raus aus Amsterdam. Das war der Plan des Herrn Cohen.
Nun liegt dies über ein Jahr zurück – und Herr Cohen wagt einen neuen Vorstoß. Scheinbar in die entgegengesetzte Richtung.
Bei einem Fernseh-Sender sagte er nun, dass die derzeitige halbherzige Duldungspolitik die Drogenkriminalität nur fördere. Was sei das auch für ein Quatsch, dass in Koffee-Shops Marihuana zwar konsumiert werden darf, der Vetrieb in kommerzeillen Mengen jedoch verboten ist.
Genau wie man in Deutschland zwar einen Joint rauchen darf, man darf ihn aber nicht besitzen. Weder vorher, noch währenddessen. Herr Cohen nennt das zu Recht widersprüchliche Duldungspolitik, die zur Kriminalisierung von Haschisch- und Gras-Konsumenten beiträgt.
Er will das ändern. Er will, um das Problem des illegalen Drogenverkaufs im Koffee-Shop in den Griff zu bekommen, nicht den Koffee-Shop schließen, sondern die Verbote aufheben.
Es müsse, so sagt er, darum gehen, kriminellen Strukturen den Boden zu entziehen, indem der Staat den Anbau und Verkauf erlaubt und reguliert. Auch würde dadurch die Justiz und die Polizei entlastet. Das sagt Herr Cohen, und er möchte das weltweit durchsetzen (Lies dies!).
Leute, ihr könnt mich gleich steinigen, wenn ich mit diesem Blog-Eintrag fertig bin, aber ich kann nicht anders, ich MUSS einfach dazu schreiben, dass man dann ja auch gleich Einbruchdiebstahl erlauben könnte, damit die Hehlerei von geklauten Sachen nicht mehr den kriminellen Strukturen der Unterwelt überlassen bleibt.
Natürlich bin ich im Endeffekt zutiefst auf Herrn Cohens Seite, aber ich finde die Argumentation merkwürdig. Es würde ja vermutlich auch die Verkehrspolizei erheblich entlasten, wenn man es ab sofort erlauben würde, mit überhöhnter Geschwindigkeit durch eine Ortschaft zu brettern.
Ich weiß, der Vergleich hinkt gewaltig  …  ich sag ja auch schon nichts mehr.


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Feb 25

Udopea goes Moderne Zeiten

geschrieben von Juwie

udopea blog 2502 Udopea goes Moderne ZeitenViele Menschen denken ja, wenn sie einen Headshop betreten …. ja, okay, NOCH MEHR Menschen wissen gar nicht, was ein Headshop ist, aber da bin ich ja hier in einer anderen Zielgruppe …
Also nochmal: Viele von den Menschen, die wissen, was ein Headshop ist, denken ja …. besonders wenn sie noch nie einen Headshop betreten haben, und ich lege meine Hand dafür ins Feuer: Sehr viele trauen sich das einfach gar nicht.
Okay, nochmal: Viele Menschen, die wissen, was ein Headshop ist, aber noch nie einen betreten haben, denken ja, so ein Headshop, das ist eine dunkle, verrauchte Lasterhöhle, muffig und bedrohlich, mit Kunden und Verkäufern drin, die halbseiden mit einem Fuß im Knast stehen und denen man seine Oma nicht für einen einzigen Nachmittag anvertrauen kann.
Aber wir alle wissen, dass das ganz üble, verkommene überkommene Klischees sind, die nicht sein müssten.
Ein Headshop ist ein heller, freundliche Laden (in dem by the way meistens weitaus bessere Stimmung seitens der Angestellten und Kunden herrscht als in anderen Einzelhandelseinrichtungen), wo man unbehelligt nicht nur hinein, sondern auch wieder heraus kommt.
Was kann Udopea gegen dieses schlechte Image der Headshops tun? Nun, zum Beispiel haben wir diesen Blog -  aber wir haben seit kurzem auch das Gesichtsbuch.
Das Gesichtsbuch ist toll, es gibt immer … aber wirklich IMMER etwas Neues zu lesen und anzuschauen. Und noch bevor wir im Gesichtsbuch zu finden waren, haben wir gezwitschert. Das machen wir natürlich immer noch. Also zwitschern und gesichtsbuchen! MACHT ALLE MIT!!!

UDOPEA auf www.facebook.de und UOPEA bei www.twitter.com! Besucht uns, vernetzt Euch, folgt, lest, freundschaftet, macht alles mit uns, wir sind immer da!
Bei twitter findet Ihr uns übrigens unter dem Namen “headandgrowshop”. Cool, also auf ins Netz!
Und wenn wir schon mal dabei sind: Besucht uns im Neuwachsbuch!  www.newgrowbook.de: Da sollte man sich sowieso anmelden, das lohnt sich!


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