Mrz 31

Kifft der Osterhase?

geschrieben von Juwie

udopea blog 010410 Kifft der Osterhase?Dass man die Kräutermischung “Forest Humus” nicht inhalieren, sondern nur verräuchern soll, ist jedem Menschen natürlich klar, auch wenn sich nicht eben jeder Mensch daran halten mag.
Der Spaß des Humus-Verräucherns hat nun – so kurz vor Ostern – endlich auch die Tierwelt erreicht.
In dem Neckarstädtchen Remseck haben sich ein paar dröhnungswillige Schlitz Langohren ein wenig Humus nach Hause geholt, wo es in Brand geriet und den Kaninchenbau einräucherte.
Natürlich war der Humus kein Forest Humus, denn den gibt es ja nicht mehr an jeder Ecke…. Sondern Material von einem nahegelegenen Komposthaufen. Entzündet hatte sich der Humus dadurch, dass unter der Erde die Temperatur seines Fäulnisprozesses nicht entweichen konnte – die Masse überhitzte und fing Feuer. Spontane Selbstentzündung – unter spiritistischen und religiösen Märthyrern eine beliebte Todesart – muss man das wohl nennen.
Bleiben einige Fragen offen: Woher wussten die Kaninchen von diesem biologischen Phänomen, dass sie so geschickt für ihren Rausch nutzten?
Für wen oder was wollte sich der Humus im Flammentod aufopfern?
Wird sich die Wirkung des Rauches auf die Muster auf den Ostereiern auswirken?
Wenn jetzt schon der Osterhase kifft – müssen wir nun davon ausgehen, dass bald der Weihnachtsmann eine Line Schnee zieht?
Und die letzte Frage, die mich am meisten beschäftigt: Hätte man aus diesem lustigen Zeitungsartikel nicht doch noch mehr als nur diesen faden Blog-Eintrag machen können?
Denkt mal drüber nach!

Frohe Ostern allen UDOPEA-Freunden.


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Mrz 23

Juwies 200. Gehirnsülze: DSDS for “Brights”

geschrieben von Juwie

udopea blog 23031 Juwies 200. Gehirnsülze: DSDS for Brights

Hallo Udopea-Blog-Leser,
schade, dass Ihr mich nicht sehen könnt. Ihr würdet mein edles Outfit mit Bewunderung zur Kenntnis nehmen. Ich trage einen Nadelstreifenanzug, weißes Hemd, sogar mit Krawatte.
Ich habe sogar glänzende Schuhe an und sitze nun schon seit genau 23 Minuten aufrecht und gekämmt vor meinem Bildschirm, denn DIES ist mein 200ster Blog-Eintrag.
Ein Jubiläums-Eintrag. Ich bin ja so furchtbar, furchtbar stolz auf mich, auf Euch, auf Udopea, auf Blog und einfach auf alles.
Tief bewegt möchte ich mich nun aber kurz fassen – ich habe wegen der anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten Ü-BER-HAUPT keine Zeit für Euch … – und kurz etwas zum Hauptthema des gestrigen Tages sagen. Nein, nicht die Verhaftung von Jörg Kachelmann wegen Vergewaltigung, sondern den Rauswurf von “Helle” Orosz bei “DSDS”.
Ich bin “DSDS”-Gucker und deshalb geht mich das natürlich viel mehr an, als alle die Leute, die darüber herziehen, es aber nie anschauen.
Ich habe im Internet Stimmen gelesen, die sich darüber aufregen, dass RTL den hyperaktiven DSDS-Opa Helmut “Helle” Orosz rausgeschmissen hat, nachdem der zugegeben hatte, während des Wettbewerbs Kokain konsumiert zu haben.
Ich lese, es sei “Heuchelei” vom Sender und von den Medien, den Helle nun zu bestrafen, weil doch die Redaktionen selbst von Drogen verseucht seien, und kein Recht zu solcher Verurteilung hätten (Guck!).
Nun, ich denke, RTL nimmt ganz klar und nachvollziehbar Stellung. RTL sagt: “Wir tolerieren keinen Drogenkonsum bei DSDS-Kandidaten.” (Lies nach!) So steht es im Vertrag und das weiß jeder Kandidat.
Über die Toleranz von Drogenkonsum bei DSDS-Jurymitgliedern, Redakteuren, oder über den Drogenkosum von Menschen im Allgemeinen sagt dieses Statemant nunmal nix aus.
Wenn meine Freundin nach dem Essen eine Zigarette raucht, habe ich im Allgemeinen nichts dagegen, wenn sie dies in der Schwangerschaft tut, aber schon. Was ist daran heuchlerisch?
Und zum Abschluss meines 200. Blog-Entrags noch meine ganz persönliche DSDS-Notiz: Ich bin gar nicht froh darüber, dass Manuel jetzt wieder dabei ist, er ist der schlechteste Sänger von den ganzen Köppen da!


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Mrz 16

Aerosol am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

geschrieben von Juwie

udopea blog 1603 Aerosol am Morgen vertreibt Kummer und SorgenWenn wir über Drogen, Süchte und Drogensüchte sprechen, dann dürfen wir ein Thema nicht auslassen. Die erste Droge des Tages – nein, nicht die Morgenlatte, sondern Café Latte: Der Morgenkaffee.
Viele Menschen glauben ja, ohne einen starken Kaffee am Morgen nicht aus den Puschen in die High-Heals zu kommen. Und fast genauso viele Menschen trinken mehrere Morgenkaffees über den ganzen Tag verteilt, um das wertvolle Koffein allgegenwärtig gegenwärtig zu haben.
Nun hat die Kaffeekultur in den letzen – sagen wir – 5 bis 10 Jahren einen Quantensprung vollzogen, wie damals die Ägypter, die urplötzlich eine Pyramide bauen konnten und niemand weiß warum, und es dann genauso plötzlich nicht mehr konnten und keiner weiß, warum.
Wahrscheinlich hat es nichts mit dem Mokka zu tun, der aus dem arabischen Raum kam und die Welt eroberte.
Kaffee. Das schwarze Gold, das dem Herzen den Blutdruck hoch-, dem Hirn die Müdigkeit weg- und der Sod das gleichnamige Brennen einjagt.
Noch vor gar nicht allzulanger Zeit gehörte etwas in jeden deutschen Haushalt, das man Kaffeemaschine nannte, und das auch überall und jederzeit als solche optisch erkennbar war, so dass, wenn man morgens irgendwo nach durchzechter und durchfeierter Nacht aufwachte, und sich frug, wo zum Teufel man ist, und man erstmal einen Kaffee brauchte, man in die Küche ging und die Kaffeemmaasschine auf Anhieb identifizieren und bedienen konnte.
Diese Zeiten sind vorbei. Und ich sage Euch ganz ehrlich, als vor ca. 7 Jahren in meiner damaligen Firma die Psychologen aus einer der Abteilungen anfinden, ihren Kaffee (ganz normalen Filterkaffee) aus Gläsern statt aus Bechern zu trinken, da fing ich an, mir Sorgen zu machen.
Und meine Befürchtungen sollten im Laufe der Jahre noch weit übetroffen werden.
Inzwischen wird aus Kaffee ein Lifestyle mit Zeremonie-Charakter gehyped, dass man sich wünscht, …ja, was eigentlich? Die Welt des Kaffees lässt keine Wünsche mehr offen. Es gibt in einem Starbucks mehr Kaffee-Arten als Käse-Sorten in Frankreich. Und das obwohl es nach wie vor nur zwei verschiedene Sorten Kaffee-Bohnen gibt.
Es gibt eine Trillion Geschmacks- und Zubereitungsarten von Kaffeee und man möchte vor Scham im Boden versinken, wenn man eine dieser Arten nicht kennt …oder noch schlimmer: Nicht mag!
Man kann Kaffeemaschinen für den Hausbedarf kaufen, die weit mehr als Tausend Euro kosten. Mit ihnen kann man die Kaffeebohnen frisch mahlen, aufbrühen und entkoffeinieren, nachdem man sie in einem speziellen Klimafach oberhalb der automatisch anspringenden Rösterei angepflanzt hattte und sie vom kombinierten Ernte-Arm, der gleichzeitig Milchaufschäumer ist, gepflückt wurden.
Die neuen Automaten nehmen inzwischen Gestalten an, dass man sie, wenn man sie erblickt, für einen Feuerlöscher, einen Raum-Zeit-Kontinuum-Transformator oder ein Babyphon mit Regendach halten könnte.
Leider schmeckt der Kaffee, den sie speien, meist nicht annähernd so gut wie der Tröpfel-Röchel-Durchlauf-Kaffee aus der guten alten Zeit. Warum? Weil diese ganzen High-Tech-Kaffee-Vollidiomaten die Pflege, die sie haben müssten, meist nicht bekommen und voll von Schimmelpilz sind. Lecker!!!
ABER: Nicht nur das Reinigen der Kaffee-Vollautonomen ist von nun an obsolet, auch das Kaffeetrinken selber ist es, denn um sich die lebenserhaltende Koffein-Dröhnung einzuverleiben, braucht man inzwischen keinen Kaffee mehr zu trinken. Es genügt, ein Koffein-Geschmacksstoff-Gemisch zu verdampfen und einzuatmen, um den gleichen Effekt zu erzielen (Sieh hier).
Mittels eines Inhalators von Professor David Edwards wird Kaffeetrinken durch das Einatmen eines Koffein-Aerosols im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig.
Prima, Zeit gespart, Arbeit gespart, und die vielen netten Kaffeebauern in den Anden stellen ab sofort lippenstiftgroße Inhalatoren in Montagehallen her.
Professor David Edwards hat auch einen Schokolade-Inhalator auf Lager -natürlich kalorienfrei-. Ich hoffe, dass zumindest dieser bald auf den Markt kommt. Inhalatoren für bestimmte Pflanzen und ihre Wirkstoffe gibt es ja schon. Sie sind käuflich. Und zwar bei uns. (Guckst Du!)


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