Wenn wir über Drogen, Süchte und Drogensüchte sprechen, dann dürfen wir ein Thema nicht auslassen. Die erste Droge des Tages – nein, nicht die Morgenlatte, sondern Café Latte: Der Morgenkaffee.
Viele Menschen glauben ja, ohne einen starken Kaffee am Morgen nicht aus den Puschen in die High-Heals zu kommen. Und fast genauso viele Menschen trinken mehrere Morgenkaffees über den ganzen Tag verteilt, um das wertvolle Koffein allgegenwärtig gegenwärtig zu haben.
Nun hat die Kaffeekultur in den letzen – sagen wir – 5 bis 10 Jahren einen Quantensprung vollzogen, wie damals die Ägypter, die urplötzlich eine Pyramide bauen konnten und niemand weiß warum, und es dann genauso plötzlich nicht mehr konnten und keiner weiß, warum.
Wahrscheinlich hat es nichts mit dem Mokka zu tun, der aus dem arabischen Raum kam und die Welt eroberte.
Kaffee. Das schwarze Gold, das dem Herzen den Blutdruck hoch-, dem Hirn die Müdigkeit weg- und der Sod das gleichnamige Brennen einjagt.
Noch vor gar nicht allzulanger Zeit gehörte etwas in jeden deutschen Haushalt, das man Kaffeemaschine nannte, und das auch überall und jederzeit als solche optisch erkennbar war, so dass, wenn man morgens irgendwo nach durchzechter und durchfeierter Nacht aufwachte, und sich frug, wo zum Teufel man ist, und man erstmal einen Kaffee brauchte, man in die Küche ging und die Kaffeemmaasschine auf Anhieb identifizieren und bedienen konnte.
Diese Zeiten sind vorbei. Und ich sage Euch ganz ehrlich, als vor ca. 7 Jahren in meiner damaligen Firma die Psychologen aus einer der Abteilungen anfinden, ihren Kaffee (ganz normalen Filterkaffee) aus Gläsern statt aus Bechern zu trinken, da fing ich an, mir Sorgen zu machen.
Und meine Befürchtungen sollten im Laufe der Jahre noch weit übetroffen werden.
Inzwischen wird aus Kaffee ein Lifestyle mit Zeremonie-Charakter gehyped, dass man sich wünscht, …ja, was eigentlich? Die Welt des Kaffees lässt keine Wünsche mehr offen. Es gibt in einem Starbucks mehr Kaffee-Arten als Käse-Sorten in Frankreich. Und das obwohl es nach wie vor nur zwei verschiedene Sorten Kaffee-Bohnen gibt.
Es gibt eine Trillion Geschmacks- und Zubereitungsarten von Kaffeee und man möchte vor Scham im Boden versinken, wenn man eine dieser Arten nicht kennt …oder noch schlimmer: Nicht mag!
Man kann Kaffeemaschinen für den Hausbedarf kaufen, die weit mehr als Tausend Euro kosten. Mit ihnen kann man die Kaffeebohnen frisch mahlen, aufbrühen und entkoffeinieren, nachdem man sie in einem speziellen Klimafach oberhalb der automatisch anspringenden Rösterei angepflanzt hattte und sie vom kombinierten Ernte-Arm, der gleichzeitig Milchaufschäumer ist, gepflückt wurden.
Die neuen Automaten nehmen inzwischen Gestalten an, dass man sie, wenn man sie erblickt, für einen Feuerlöscher, einen Raum-Zeit-Kontinuum-Transformator oder ein Babyphon mit Regendach halten könnte.
Leider schmeckt der Kaffee, den sie speien, meist nicht annähernd so gut wie der Tröpfel-Röchel-Durchlauf-Kaffee aus der guten alten Zeit. Warum? Weil diese ganzen High-Tech-Kaffee-Vollidiomaten die Pflege, die sie haben müssten, meist nicht bekommen und voll von Schimmelpilz sind. Lecker!!!
ABER: Nicht nur das Reinigen der Kaffee-Vollautonomen ist von nun an obsolet, auch das Kaffeetrinken selber ist es, denn um sich die lebenserhaltende Koffein-Dröhnung einzuverleiben, braucht man inzwischen keinen Kaffee mehr zu trinken. Es genügt, ein Koffein-Geschmacksstoff-Gemisch zu verdampfen und einzuatmen, um den gleichen Effekt zu erzielen (Sieh hier).
Mittels eines Inhalators von Professor David Edwards wird Kaffeetrinken durch das Einatmen eines Koffein-Aerosols im wahrsten Sinne des Wortes überflüssig.
Prima, Zeit gespart, Arbeit gespart, und die vielen netten Kaffeebauern in den Anden stellen ab sofort lippenstiftgroße Inhalatoren in Montagehallen her.
Professor David Edwards hat auch einen Schokolade-Inhalator auf Lager -natürlich kalorienfrei-. Ich hoffe, dass zumindest dieser bald auf den Markt kommt. Inhalatoren für bestimmte Pflanzen und ihre Wirkstoffe gibt es ja schon. Sie sind käuflich. Und zwar bei uns. (Guckst Du!)
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