Dez 04

Die Drogenbeichten der Lebenden und der Toten

geschrieben von Juwie

041209  Die Drogenbeichten der Lebenden und der Toten
Zur Zeit überschlagen sich die Prominenten ja geradezu mit ihren Drogenbeichten. Also, man kommt beinahe nicht mehr mit, wer von den Celebrities alles den Drang verspürt, der Öffentlichkeit den eigenen Drogenkonsum preiszugeben.
Vor einiger Zeit war es Pamela Anderson und Andre Agassi, dann hörten wir von Joss Stone ein vehementes Cannabis-Plädoyer, das mir recht sympatisch war, weil da eben mal im Klartext gesagt wurde, dass Kiffen in der Gesellschaft unter der Hand ganz normal ist.
Auch die Nachwuchs-Autorin und -Aufklärerin  Charlotte Kolle Roche sprach sich öffentlich für einen gemäßigten, verantwortungsvollen Drogenkonsum aus.
Der Kinderstar Daniel Redcliff, der, wenn damals alle gewusst hätten, wie er heute aussieht, sicher keine Chance gehabt hätte, vor 10 Jahren die Rolle des niedlichen Harry Potter zu bekommen, wird von der Presse “Harry Pothead” genannt, weil er öffentlich kiffte.
Später dementierte er zwar, aber den Ruf hat er schon mal weg. Nun reiht sich der nächste Kinderstar ein: Nathalie Portman. Ja, die ist ein Kinderstar, die hat nämlich vor Star Wars auch schon schaugespielert. Sie plaudert nun auch in der Presse über ihre spätgezündete Drogenkarriere, über ihren Marihuana-Konsum. Und als sei das alles nicht ermutigend und erfrischend, aufrüttelnd und endlich mal ehrlich genug, offenbaren sich selbst die toten Stars als Kiffer.
Ein Video von Marilyn Monroe ist kürzlich aufgetaucht, dass die Sex-Bombe der 50er ausgelassen mit Freundinnen an einer Zigarette ziehen zeigt (Look!).
Clevere Vermarkter lancieren nun das angebliche Hintergrundwissen dessen, der das Video damals gemacht hat, dass es sich bei der Zigarette um einen Joint handele, und dass es nicht auf ner Party stattfand, sondern einfach so.
Die MM kiffte! Boah!
Tja, also alles was ich sehe, ist eine etwas fertige Frau Monroe, die an einer weißen Zigarette zieht – und ich würde mich keinesfalls festlegen wollen, dass das eine selbstgedreht ist … geschweige denn, was drin ist.
Aber der Geständnis-Hype muss wohl auch diese Ausmaße annehmen, sich bis ins Totenreich zu erstrecken. Vielleicht lesen wir demnächst, dass Doris Day gefixt hat und Shirley Temple eine Dealerin war.
Sehr gerne allerdings würde ich mal sehen, dass Angela M. bei Maybritt Illner von Koks-Pausen mit Guido  W. berichtet, um die stundenlangen Verhandlungen durch zu stehen, oder im “Stern” lesen, dass in Oggersheim bei einem Helmut K. 120 Marihuana-Pflanzen im Keller gefunden wurden.
Denn wenn jeder zu seiner Liebe und Leidenschaft stehen würde, kämen wir mit den ach so illegalen Drogen doch viel besser klar!


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