Manchmal ist es doch einfach ZU lächerlich und man fragt sich, welche Hohlköpfe da eigentlich unser Land – oder das Land unserer Nachbarn – verwalten.
In den Niederlanden, in dem bekanntlich der Verkauf von Marihuana in Coffee-Shops weitgehend erlaubt ist, steht die Bürokratie dem gesunden Menschenverstand diametral gegenüber. Ein sehr deutsches Phänomen, zugegeben, aber die deutschen Hirni-Beamten wird es freuen, zu hören, dass Denkblockaden kein rein deutsches Problem sind.
Den niederländischen Coffee-Shops ist es seit geraumer Zeit nicht mehr gestattet, mehr als 500g Haschisch “auf Lager” (vor meinem inneren Auge tun sich riesige Lagerhallen auf) zu halten. Nun, das allein erscheint schon recht bekloppt. Man möge sich vorstellen, ein Obsthändler darf nicht mehr als 500 Gramm Äpfel vorrätig haben, oder ein Schlachter nicht über ein Pfund Rinder-Gulasch lagern. Aber nun gut, wenn’s den Herren hilft, sich besser zu fühlen: Vorratshaltung für einen Coffee-Shop höchstens 500 Gramm.
Da gibt es nun in Terneuzen diesen florierenden, wirtschaftlich gesunden, erfolgreichen Coffee-Shop, der wohl mit seinen bis zu 3.000 (dreitausend) Kunden am Tag zu den größten des Landes gehört, wenn nicht gar DER größte schlechthin ist. Wie nun soll ein Geschäftsmann, der einem legalen Business nachgeht und täglich mehrere tausend bedienen darf, mit einer Vorratshaltung von unter 500 Gramm über die Runden kommen? Der ist doch ‘ne Dreiviertelstunde nach Öffnung am morgen ausverkauft!
Trotzdem muss auch er sich an dieses 1-Pfund-Gesetz halten. Der Betreiber des Shops wollte dies notgedrungen umgehen, um nicht 90% seiner Kundschaft zu verlieren, seine Angestellten nicht entlassen zu müssen, einen Berg Gewerbesteuer zahlen zu können, aber nix da! Der niederländischen Bürokratie leuchtete dieses einfache Rechenexempel nicht ein.
Er wurde wegen der Überschreitung der Vorratshaltung zu zehn Millionen Euro verurteilt. 10000000 Euro. Der Coffee-Shop in Terneuzen ist nicht mehr der größte des Landes, aber die Bürokratie hat ihr Recht bekommen …
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Sa, 5 Jun 2010 um 08:26
sollten bald alle shops streng kontrolliert werden, dann steigt nur die strassenkriminalität.
schon jetzt empfinde ich das dealen im umfeld der shops sehr belästigend.
fast alle 100 meter wird man, von offensichtlich kriminellen gestallten, beinahe zum kauf von irgendeinem dreck genötigt.
die zahl der abzocker wird wahnsinnig ansteigen. und ein nächtlicher spaziergang durch maastricht könnte 300% gefährlicher werden.