Jul 16

Wer soll denn nun dein Harzblatt sein?

geschrieben von Juwie

udopea blog 160720101 Wer soll denn nun dein Harzblatt sein?Fand man in z.B. Bayern unser online-Angebot von Kratom gestern noch “pfundig”, wird man schon heute nicht mehr fündig.
Ihr könnt ja mal spaßeshalber auf unseren Shop-Seiten oben im Suchen-Feld “Kratom” eintippen -es wird keine Suchergebnisse geben.
Wir mussten alle unsere Kratoms, oder Kratömmer oder wie der Plural von Kratom auch immer ist, im online-Shop deaktivieren und im Laden in Bremen aus den Regalen und aus dem Verkehr ziehen.
Warum machen wir denn das? Nicht, weil wir von heute auf morgen etwas gegen Kratom haben oder weil wir so bekloppt sind, gute Kunden zu verprellen, nein, wir tun es, weil wir, wie jeder andere anständige Deutsche auch, gesetzestreue Bürger sind.
Uns wurde am Mittwoch von der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend, Soziales, Halbfettmagarine und Universal-Fernbedienungen, Frau Ingelore Rosenköttel, der Verkehr mit Kratom verboten. Wir dürfen es nicht mehr in Verkehr bringen, verbringen oder rein und raus bringen, dieses Kratom und alle seine Produkte.

Die Begründung ist sehenswert, denn im Grunde richtet sie sich direkt an Euch, unsere Udopea-Kunden.
Im Dezember letzten  Jahres hat der Zoll in Bremen einen 1kg-Brocken Kratom-Harz beschlagnahmt, den wir regulär als Kratomextrakt ein- und in unserem Shop wieder ver-kaufen wollten. Der Zoll ließ den Brocken pharmakologisch untersuchen und daraufin als Arzneimittel einstufen, dessen Einfuhr nach Deutschland nicht erlaubt ist.
Wir haben dem lieben Herrn Zoll dann erklärt, dass wir diesen Kratomextrakt zur Raumluftverbesserung und Verräucherung und NICHT zur Anwendung im oder am menschlichen Körper anbieten.
Nun kommt die Senatorin Rosenköttel ins Spiel, die uns zwar nicht sagt, nein, Ihr bietet es eben doch zum Verzehr und zur Anwendung an – was zweifellos und zu Recht verboten wäre – Nein, Frau Rosenköttel sagt uns: Ihr bietet es Euren Kunden zwar als Räuchermischung an, aber Eure Kunden benutzen  es nicht als Räuchermischung. Sie verzehren es.
Beweise dafür? – Na, das ist in den “einschlägigen Kreisen” nun mal so.
So, liebe Udopea-Kunden, weil IHR Euch also nicht an den von uns vorgegebenen Verwendungszweck haltet – weil Ihr nunmal solche einschlägigen Kreise zu sein scheint – dürfen WIR Kratom in keiner erdenklichen Form mehr verkaufen.

Es ist auch verboten, Automobile mit Dieselmotor mit Heizöl zu betanken. Das weiß man. Man weiß auch, dass es Leute trotzdem tun. Ist der Verkauf von Heizöl deshalb verboten?
Es ist auch verboten, rohe Eier auf Politiker zu werfen. Auch das ist kein Geheimnis. Es ist aber auch kein Geheimnis, dass es TROTZDEM Leute – besonders welche aus einschlägigen Kreisen – tun. Ist der Verkauf von rohen Eiern nun verboten?

Am ärgerlichsten ist doch aber, dass Frau Senatorin Rosenköttel für Arbeit, Frauen, arbeitende Frauen, sozialistische Jugend, Hatschi und Gesundheit gar keine Anhaltspunkte dafür hat, dass Udopea-Kunden unser Kratom als Arzneimittel benutzen. Sie nimmt es lediglich an!
Und daraus leitet sich diese geschäftsschädigende Maßnahme ab. Dabei weisen WIR im Internet explizit darauf hin, Kratom NICHT zu verzehren, geschweige denn als Arznei einzusetzen. Und wogegen auch?
Wenn Udopea also im online-Shop neben einen angebotenen Artikel in Großbuchstaben und fett gedruckt schreibt “NICHT ZUM VERZEHR GEEIGNET, NUR ZUR VERRÄUCHERUNG”, dann darf man es als gegeben ansehen, dass wir diesen Artikel für den Verzehr anbieten.
Ja, nee, is klar. Klingt logisch.
Und wenn Frau Rosenköttel neben ihren Namen u.a. “Senatorin für Arbeit und Soziales” schreibt, dann kann man sich ja denken, was da eigentlich dahinter steckt.


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Jul 15

Berlin, Berlin, wir fahren nach …

geschrieben von Juwie

udopea blog 15072010 Berlin, Berlin, wir fahren nach ...

Das Höchste in so einem armseligen Politikerleben ist es ja, als Bundesminister  – oder gar NOCH Höheres wie Kanzler/in und Präsident/in -  in Berlin zu arbeiten. Lange Zeit habe ich gedacht, dieser starke Wunsch enspringe einer Macht- und Geltungssucht, die diesen sogenannten Spitzenpolitikern innewohnt. Aber ich denke inzwischen, ich habe mich geirrt. Der Grund, warum diese Leute unbedingt nach Berlin wollen, ist nicht, weil Berlin das Zentrum der Macht ist, sondern weil in Berlin die Obergrenze von straffrei mit sich zu führendem Hasch und Cannabis höher liegt als anderswo.
Dieser komplizierte Satz- und Wortbau bedeutet nichts anderes, als dass man in Berlin mit mehr Gras in der Tasche erwischt werden kann und nicht strafrechtlich verfolgt wird, als zum Beispiel in Karlsruhe, einem der beiden Frankfurz oder Neuharlingersiel.
Wie das? Na, wie alle wissen, wird seit einigen Jahren der Besitz von geringen Mengen  Cannabis und Cannabisprodukten zum Eigenbedarf nicht verfolgt und bestraft. Das war 1994 eine bundesweite neue Regelung. Wieviel nun aber eine “geringe Menge” ist, das zu entscheiden liegt in Länder-Hand.
Also variiert das auch von Bundesland zu Bundesland. Meist liegt die Grenze bei 6 Gramm, manchmal bei 10 Gramm und in Berlin nun schon bei 15 Gramm.
Das macht Berlin als Lebensmittelpunkt (nicht Lebensmittel-Punkt, sondern Lebens-Mittelpunkt) doch mal recht attraktiv. Nicht nur für Künstler und Lebenskünstler, auch für Kiffer.
In Niedersachsen z. B. liegt die straffreie Obergrenze bei 6 Gramm. Niedersachsen ist da ganz streng. Kein Wunder also, dass Christian Wulff unbedingt nach Berlin wollte, der alte Hippie, der …
Die besonders hohe Obergrenze von bis zu 15 Gramm (es bleibt ein Ermessensspiel- raum…) sei angeblich der Partei “Die Linke” zu verdanken, die sich für eine freiere Drogenpolitik und für Kifferrechte stark gemacht haben soll.
Nun, um den Kreis zu schließen: Dass Herr Wulff tatsächlich nach Berlin gekommen ist, ist auch ausschließlich der “Die Linke” zu verdanken, die sich damit gegen Bürgerrechte und gegen freie Stasi-Aufklärung stark gemacht hat, indem sie den SED-Gegner Gauck ablehnte.
Muss ja mal gesagt werden.


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Jun 29

Züricher Bürgermeister als Drogen-Dealer

geschrieben von Juwie

udopea blog 290610 Züricher Bürgermeister als Drogen DealerDa sagt man immer, die Schweizer seien langsam … Naja, eigentlich sagt man das ja den Bernern nach. Ich möchte aber heute über Zürich sprechen.
Zürich war ja mal wegen seiner besonders harten Heroin-Szene berüchtigt, die einen krassen Gegensatz zum Finanz-Zirkus der Banken in der Stadt darstellte (Lies mal hier!) und wohl noch darstellt.
Bei ihrer Suche nach Problem-Lösungen sind die Züricher vor einigen Jahren auf die bis dahin nicht nur ganz neue, sondern vor allem als total verrückt verlachte Idee gekommen, das Heroin kontrolliert an die Fixer abzugeben, damit die Szene nicht komplett ausufert.
Ein äußerst umstrittener Weg, der jedoch Erfolge gezeigt hat und deswegen inzwischen in Städten auf der ganzen Welt nachgeahmt wird. Einen ebenso erfreulichen Ansatz haben sie nun zur Problematik des Cannabis-Konsums gefunden.
Sie wollen den Gras-Verkauf ebenfalls kontrollieren – und zwar nicht im Sinne von unterbinden, sondern im Sinne von: Es selber machen! (Look!)
Ja, Matthias Probst, ein Politiker der Grünen bringt es deutlich auf den Punkt: “Das Cannabisverbot hat versagt.” sagt er. Die Leute rauchen nicht weniger als früher, sie müssen nur mehr dafür bezahlen.
Das Gemeinde-Parlament von Zürich hatte dann eine, wie ich finde, grandiose Idee: Auf einem Bauernhof, der der Stadt gehört, soll zukünftig Marihuana angebaut werden, um die Ernte dann im Rathaus (ja, im Rathaus) an die Leute zu verkaufen. Also, wenn DAS keinen Sinn macht, dann weiß ich auch nicht mehr. Der Konsument kann sicher sein, dass das Zeug eine gute Qualität hat, er bezahlt weniger dafür, er steht nicht mit einem Bein im Knast.
Die Gemeinde dämmt die Kriminalität ein und verdient sich ein erkleckliches Sümmchen, das in Jugend-Projekte o.ä. gesteckt werden kann. Es wird von den Züricher Stadtvätern überlegt, die Einnahmen in Sucht-Präventionsprogramme fließen zu lassen.
Das finde ich persönlich Quatsch, viel besser angelegt wäre das Geld meiner Ansicht nach im Ausbau des Rotlicht-Viertels. (War nur ein Scherz!)
Nein, aber wär das nicht eine super Perspektive? Der Bürgermeister ist Dein Dealer,  das Rathaus ist der Koffee-Shop Deines Vertrauens.
Da sieht man mal wie flott die Schweizer sein können. Vorreiter und Vordenker einer neuen Gesellschaft sitzen in der Finanzmetropole Schweiz. Wenn jetzt auch noch die Banken-Transfer-Abgabe durchkommt… :-)


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