Züricher Bürgermeister als Drogen-Dealer
geschrieben von Juwie
Da sagt man immer, die Schweizer seien langsam … Naja, eigentlich sagt man das ja den Bernern nach. Ich möchte aber heute über Zürich sprechen.
Zürich war ja mal wegen seiner besonders harten Heroin-Szene berüchtigt, die einen krassen Gegensatz zum Finanz-Zirkus der Banken in der Stadt darstellte (Lies mal hier!) und wohl noch darstellt.
Bei ihrer Suche nach Problem-Lösungen sind die Züricher vor einigen Jahren auf die bis dahin nicht nur ganz neue, sondern vor allem als total verrückt verlachte Idee gekommen, das Heroin kontrolliert an die Fixer abzugeben, damit die Szene nicht komplett ausufert.
Ein äußerst umstrittener Weg, der jedoch Erfolge gezeigt hat und deswegen inzwischen in Städten auf der ganzen Welt nachgeahmt wird. Einen ebenso erfreulichen Ansatz haben sie nun zur Problematik des Cannabis-Konsums gefunden.
Sie wollen den Gras-Verkauf ebenfalls kontrollieren – und zwar nicht im Sinne von unterbinden, sondern im Sinne von: Es selber machen! (Look!)
Ja, Matthias Probst, ein Politiker der Grünen bringt es deutlich auf den Punkt: “Das Cannabisverbot hat versagt.” sagt er. Die Leute rauchen nicht weniger als früher, sie müssen nur mehr dafür bezahlen.
Das Gemeinde-Parlament von Zürich hatte dann eine, wie ich finde, grandiose Idee: Auf einem Bauernhof, der der Stadt gehört, soll zukünftig Marihuana angebaut werden, um die Ernte dann im Rathaus (ja, im Rathaus) an die Leute zu verkaufen. Also, wenn DAS keinen Sinn macht, dann weiß ich auch nicht mehr. Der Konsument kann sicher sein, dass das Zeug eine gute Qualität hat, er bezahlt weniger dafür, er steht nicht mit einem Bein im Knast.
Die Gemeinde dämmt die Kriminalität ein und verdient sich ein erkleckliches Sümmchen, das in Jugend-Projekte o.ä. gesteckt werden kann. Es wird von den Züricher Stadtvätern überlegt, die Einnahmen in Sucht-Präventionsprogramme fließen zu lassen.
Das finde ich persönlich Quatsch, viel besser angelegt wäre das Geld meiner Ansicht nach im Ausbau des Rotlicht-Viertels. (War nur ein Scherz!)
Nein, aber wär das nicht eine super Perspektive? Der Bürgermeister ist Dein Dealer, das Rathaus ist der Koffee-Shop Deines Vertrauens.
Da sieht man mal wie flott die Schweizer sein können. Vorreiter und Vordenker einer neuen Gesellschaft sitzen in der Finanzmetropole Schweiz. Wenn jetzt auch noch die Banken-Transfer-Abgabe durchkommt… :-)
Tags: Drogenpolitik, Netzwelt, Blog, Cannabis, Dealer, Gras, Heroin, Marihuana, Online, Politik, Schweiz, Sucht, Udopea, Verbot


Was Dich bewegt